Seit dem Tauschhandel, der ersten Form des Zahlungsverkehrs, gab es viele bahnbrechende Entwicklungen und entscheidende Verbesserungen. Künftig wird Banking noch stärker am Smartphone gebündelt und Bezahlen funktioniert sekundenschnell rund um die ganze Welt – womöglich auch mit einem digitalen Euro. Bargeld bleibt natürlich trotzdem erhalten.

Die Digitalisierung schreitet weiter voran – auch im Zahlungsverkehr. Wie viele ÖsterreicherInnen zahlen jetzt schon online und nutzen vorwiegend elektronische Kanäle? Wie viele nutzen weiterhin das Bargeld? Welche Zahlungsformen sind den ÖsterreicherInnen am sympathischsten? Wie steht es mit virtuellen Währungen?

Der Bankenverband wollte es genauer wissen und hat in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen marketmind eine Umfrage erstellt. Hier die wichtigsten Ergebnisse:
 

Bargeld – das vertraute Zahlungsmittel

98 Prozent der ÖsterreicherInnen zwischen 18 und 70 Jahren nutzen – zusätzlich zu den vielfältigen elektronischen Angeboten – weiterhin Bargeld. 51 Prozent von ihnen begleichen mehr als 25 Prozent ihrer Rechnungen in bar. Ein Fünftel der ÖsterreicherInnen erledigt sogar mehr als die Hälfte aller Zahlungen mit Bargeld. Insgesamt wird durchschnittlich ein Drittel aller monatlichen Zahlungen über Bargeld abgewickelt.
 

Bankomatkarte – einfach, praktisch und übersichtlich

Derzeit verwenden 91 Prozent der ÖsterreicherInnen ihre Bankomatkarte für durchschnittlich 29 Prozent ihrer monatlichen Zahlungen, gefolgt von Online-Banking (85 Prozent der Befragten). In Sachen Sympathie für Zahlungsmethoden liegt die Bankomatkarte mit 89 Prozent vor Bargeld (87 Prozent) und Online-Banking (77 Prozent).
 

Online-Bezahldienste, Sofortüberweisungen und Banking Apps auf dem Vormarsch

Als relativ neue Zahlungskanäle durchsetzen können sich zunehmend Online-Bezahldienste und Online-Sofortüberweisungen. Sie liegen im Sympathieranking der ÖsterreicherInnen mit 63 Prozent auf einem guten vierten Platz, bei der tatsächlichen Nutzung auf Platz sechs. Sie punkten vor allem mit Schnelligkeit, Direktheit und dem Käuferschutz. Die „gute, alte Kreditkarte“ kommt mit 60 Prozent aller Sympathiewerte auf Rang fünf zu liegen, in der tatsächlichen Nutzung auf Platz vier – unmittelbar vor der Banking App. Geht es um das Vertrauen in Anbieter neuer Zahlungsdienste, sind Filialbanken der klare Favorit (70 %). Das geringste Vertrauen besteht zu IT- und Softwareriesen wie Facebook, Google und Apple.
 

Unterwegs zum digitalen Euro

Die europäische Zentralbank prüft aktuell die Idee, Bargeld durch digitales Zentralbankgeld – etwa einen digitalen Euro – zu ergänzen. Damit soll den internationalen Entwicklungen im Bereich Kryptowährungen ein europäisches Modell entgegengesetzt werden. In Österreich haben zumindest schon 13 % der Befragten von einem solchen digitalen Zentralbankgeld gehört. Tendenziell würden eher Männer, unter 30-Jährige und Menschen mit höherer Bildung einen digitalen Euro nutzen.

Die Umfrage mit vielen weiteren Details steht rechts als Download zur Verfügung.




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