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Mag. Claudia Schneglberger

Zahlungsverkehr und Retail Banking

Email: schneglberger@bankenverband.at
Telefon: +43 (1) 535 17 71 - 30

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Niemand ist vor Betrug gefeit! Ein Klick auf einen gefälschten Link, eine täuschend echte Nachricht, ein manipuliertes Telefonat oder der Verlust von Smartphone oder Bankkarte können dazu führen, dass Kriminelle an Geld, Zugangsdaten oder sensible Informationen gelangen. Wer nun besonnen reagiert und die notwendigen Schutzmaßnahmen unverzüglich ergreift, kann den Schaden häufig begrenzen.

Auf einen Blick

Wenn Sie einen Betrugsfall vermuten: Besonnen und unverzügliches reagieren -  informieren Sie Ihre Bank, sichern Sie betroffene Zugänge und Geräte, ändern Sie Passwörter und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Folgenden Schritte helfen dabei, rasch und richtig zu reagieren:


1. Ruhe bewahren und die Situation einschätzen

Betrüger arbeiten oft gezielt mit Zeitdruck, um vorschnelle Entscheidungen zu provozieren. Wenn Sie vermuten, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, bewahren Sie Ruhe und verschaffen Sie sich einen Überblick über die Situation. Ergreifen Sie die erforderlichen Schutzmaßnahmen rasch, aber mit Bedacht.


2. Ihre Bank kontaktieren

Nehmen Sie umgehend Kontakt mit Ihrer Bank über die Ihnen bekannten offiziellen Notfall- und Servicekontakte auf, wenn

  • Sie eine verdächtige Zahlung feststellen,
  • Zugangsdaten weitergegeben haben,
  • eine TAN oder Freigabe bestätigt haben, die nicht von Ihnen veranlasst wurde,
  • Ihre Bankkarte oder Ihr Smartphone verloren gegangen ist oder gestohlen wurde,
  • Sie auf eine betrügerische Webseite oder App hereingefallen sind.

Ihre Bank kann notwendige Sicherheitsmaßnahmen veranlassen und Sie über weitere Schritte informieren.


3. Karten, Onlinebanking und Geräte sperren

Je nach Vorfall kann es erforderlich sein,

  • die Internetverbindung zu trennen, wenn Sie einer unbekannten Person Fernzugriff auf Ihr Gerät gewährt haben,
  • Debit- und Kreditkarten sperren zu lassen,
  • den Zugang zum Onlinebanking vorübergehend zu deaktivieren,
  • digitale Bezahlfunktionen und Wallet-Anwendungen zu sperren,
  • verlorene oder gestohlene Smartphones zu sperren,
  • die SIM-Karte über Ihren Mobilfunkanbieter zu deaktivieren.


4. Zugangsdaten und Passwörter ändern

Besteht die Möglichkeit, dass Dritte Zugriff auf Ihre Daten erhalten haben, sollten Sie die Zugangsdaten betroffener Konten unverzüglich ändern. Dies betrifft insbesondere:

  • Onlinebanking-Zugänge,
  • E-Mail-Konten,
  • Social-Media-Profile,
  • Online-Shops und andere wichtige Online-Dienste.

Verwenden Sie neue, sichere Passwörter und aktivieren Sie, wenn möglich, die Zwei-Faktor-Authentifizierung.


5. Geräte auf Schadsoftware überprüfen

Wenn Sie unbekannte Software installiert, einem Dritten Fernzugriff auf Ihr Gerät gewährt oder verdächtige Anwendungen heruntergeladen haben, sollten Sie Ihr Gerät auf Schadsoftware überprüfen lassen.

Im Zweifelsfall empfiehlt sich das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen. Ändern Sie anschließend alle wichtigen Zugangsdaten von einem vertrauenswürdigen Gerät aus.


6. Kontobewegungen aufmerksam kontrollieren

Überprüfen Sie in den folgenden Wochen regelmäßig Ihre Konten und Kreditkartenabrechnungen. Achten Sie insbesondere auf:

  • unbekannte Überweisungen,
  • nicht autorisierte Kartenzahlungen,
  • neu eingerichtete Daueraufträge,
  • unberechtigte Lastschriften.

Informieren Sie bei Auffälligkeiten unverzüglich Ihre Bank.


7. Weitere Konten absichern

Wurden personenbezogene Daten wie Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Ausweiskopien oder Passwörter kompromittiert, sollten Sie auch andere betroffene Konten überprüfen und absichern. Kriminelle nutzen erlangte Informationen häufig für weitere Betrugsversuche.


8. Anzeige bei der Polizei erstatten

Erstatten Sie den Vorfall möglichst zeitnah bei der Polizei. Bewahren Sie alle verfügbaren Informationen und Nachweise auf, insbesondere:

  • Zahlungsdaten,
  • Nachrichten oder E-Mails der Täter,
  • SMS- oder Chatverläufe,
  • Screenshots von Webseiten, Apps oder Transaktionsbestätigungen.


9. Informieren Sie Angehörige

Betrüger kontaktieren Opfer häufig mehrfach oder versuchen, weitere Familienmitglieder zu täuschen. Informieren Sie daher auch Angehörige über den Vorfall und sensibilisieren Sie diese für mögliche weitere Kontaktversuche.