21. Mai 2026
80. Generalversammlung: Bankenverband mit Blick nach vorne
„Wie können wir trotz der Herausforderungen den Blick nach vorne richten? Mit einem starken Fokus auf den Austausch mit allen Stakeholdern in der Branche, mit der Politik und der Wissenschaft.“ Mit diesen Worten eröffnete der Generalsekretär des Bankenverbandes Gerald RESCH die 80. Generalversammlung, die Dienstagnachmittag in der Wiener Urania stattgefunden hat.
„Es gibt viele wirtschaftliche und geopolitische Spannungen sowie eine große Zahl von hochrelevanten Themen wie etwa den digitalen Euro. Trotz der vielen Herausforderungen stehen die österreichischen Banken insbesondere im europäischen Vergleich sehr gut da“, betont Enver SIRUČIĆ, Präsident des Bankenverbands und CFO und stellvertretender CEO der BAWAG Group und ergänzt: „Wir haben ‚Banking‘ exportiert – in die CEE-Region und auch Richtung Westen. Österreichs Banken sind eine Erfolgsgeschichte.“
„Gerade in geopolitisch volatilen Zeiten brauchen wir einen klaren Kurs, um unser Land gut durch die aktuellen Herausforderungen navigieren zu können. Denn wir können den Wind, der uns entgegenbläst, nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen. Mein Anspruch ist es daher, am Standort Österreich für ein möglichst verlässliches und stabiles Umfeld in einer zunehmend instabilen Welt zu sorgen“, erklärte Bundeskanzler Christian STOCKER in seiner Keynote, der im Anschluss mit dem Gouverneur der Österreichischen Nationalbank Martin KOCHER, der Wissenschaftlerin des Jahres Francesca FERLAINO und Bankenverbandspräsident Enver SIRUČIĆ unter der Leitung von Trend-Chefredakteur Bernhard ECKER das Thema „Exzellenz als Zukunftsprogramm für Österreich“ diskutierte.
„Wir erleben derzeit internationale Entwicklungen, die wir nur begrenzt beeinflussen können. Umso wichtiger ist es, dort entschlossen zu handeln, wo wir direkt Verantwortung tragen“, unterstrich STOCKER und hob die Rolle der Bildung für die Zukunft Österreichs hervor. „Bildung ist dabei einer der entscheidenden Schlüssel. Schulen müssen junge Menschen nicht nur auf das Berufsleben vorbereiten, sondern ihnen auch die Fähigkeit vermitteln, Verantwortung zu übernehmen und Chancen selbstbewusst zu nutzen. Österreich ist ein Land voller Talente und genau diese Talente müssen wir gezielt fördern.“
Die Wissenschaftlerin des Jahres Francesca FERLAINO sagte in der Diskussion: „Träumen kostet nichts. Wir können groß denken und müssen groß investieren. Wir müssen selbst definieren, was zu schaffen ist und was nicht.“
Nationalbank-Gouverneur Martin KOCHER hob die Bedeutung der Kooperation innerhalb Europas hervor: „Wir brauchen weniger Fragmentierung in Europa und müssen mehr kooperieren, denn Skalierung ist in Europa schwieriger als in anderen Ländern und auf anderen Kontinenten.“
Bankenverbandspräsident SIRUČIĆ betonte: „Wir haben in Österreich das Phänomen des ‚Festhaltens‘ – bei Systemen, Prozessen und Produkten. Wir sollten uns öfter fragen: Ist das der Zukunftsweg, oder nicht? Sollen wir renovieren oder abreißen und neu bauen?“
Neu im Vorstand
Mit 1. Juni 2026 wurden Louis Kahane, Vorsitzender des Vorstandes der Bank Gutmann, für die laufende Amtsperiode und Gregor Hofstätter-Pobst, Vorstandsmitglied der Bausparkasse Wüstenrot und designierter Vorstandsvorsitzender der Bausparkasse Wüstenrot, als Nachfolger von Susanne Riess-Hahn in den Vorstand zugewählt. Zudem wurde Angelika Sommer-Hemetsberger, Vorstandsmitglied der österreichischen Kontrollbank und Mitglied des Vorstandes des Bankenverbandes, zur Vizepräsidentin des Bankenverbandes gewählt.
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